KOMMUNALER ARBEITGEBERVERBAND BREMEN E.V.

19.08.2013

Doppeltes Elterngeld bei Geburt von Zwillingen

Bundessozialgericht, Urteil B 10 EG 3/12 und B 10 EG 8/12

 

Das Bundessozialgericht hat mit einem Urteil klargestellt, dass bei einer Zwillingsgeburt berufstätige Eltern zur gleichen Zeit zu Hause bleiben können und doppeltes Elterngeld erhalten. Es gebe einen grundsätzlichen Anspruch einzeln für jedes Kind bis zum 14. Lebensmonat.

 

Im vorliegenden Fall hatte der Vater zwölf Monate Elterngeld für den Sohn und zwei Monate für die Tochter beantragt, die Mutter genau andersherum. Vom Amt wurde das Elterngeld zunächst für 14 Monate für beide Kinder und beide Eltern zusammen bewilligt. Da im Gesetz bisher nicht ausdrücklich geregelt ist, ob Eltern von Zwillingen ein oder zwei Ansprüche auf Elterngeld haben, hat das Bundessozialgericht nun klar geregelt, dass es Elterngeld für das jeweilige Kind gebe, somit auch bei Mehrlingen.

 

Allerdings gestanden die Richter dem Mann nur elf statt vierzehn Monate zu. Die anderen drei Monate gingen auf das Konto der Mutter, als diese im Mutterschutz war. In dieser Zeit kann nur die Mutter Elterngeld beziehen, laut Urteil des Gerichts.


« Zurück zur Übersicht