KOMMUNALER ARBEITGEBERVERBAND BREMEN E.V.

16.01.2015

Noch keine Annäherung in der Krankenhaus-Tarifrunde

Arbeitgeber: Ärztegehälter sollen steigen - aber nicht um neun Prozent / Forderungen des Marburger Bundes überproportional hoch / Fortsetzung am 3./4. Februar 2015

Düsseldorf. In der Tarifrunde für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern haben sich VKA und Marburger Bund bei ihren Gesprächen am 15. Januar 2015 in Düsseldorf nicht angenähert.

"Ziel der VKA ist es, dass die Ärztegehälter weiterhin attraktiv bleiben. Das schließt eine maßvolle Lohnentwicklung ein. Erhöhungen, wie sie der Marburger fordert, sind allerdings vollkommen unrealistisch", so der Verhandlungsführer der VKA, Joachim Finklenburg. "Der Marburger Bund fordert überproportional hohe Gehaltssteigerungen. Gleichzeitig belässt uns die gesetzliche Krankenhausfinanzierung kaum Spielräume. Das passt nicht zusammen."

Die Forderungen des Marburger Bund summieren sich auf ein Kostenvolumen von insgesamt neun Prozent für 12 Monate (5,4 Prozent mehr Gehalt sowie zusätzlich Steigerungen bei der Bereitschaftsdienstbezahlung um durchschnittlich 34 Prozent).

Die geforderte massive Verteuerung und Kürzung beim Bereitschaftsdienst lehnen die Arbeitgeber ab. "Wir haben bislang in jeder Tarifrunde mit dem Marburger Bund die Tarifregeln zum Bereitschaftsdienst diskutiert und immer wieder Änderungen vereinbart", so VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann. "Wir fordern den Marburger Bund auf, zu den gemeinsam getroffenen Regelungen zu stehen und die Krankenhäuser und die Ärzte nicht wieder zur Neuorganisation zu zwingen. Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle werden auf Grundlage des geltenden Tarifrechts in den Krankenhäusern schon jetzt umgesetzt."

Die Tarifverhandlungen werden am 3. Februar 2015 fortgesetzt. Der Termin ist für zwei Tage angesetzt.


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