KOMMUNALER ARBEITGEBERVERBAND BREMEN E.V.

29.06.2012

Schulabgänger mit Ferienjob können der Sozialversicherungspflicht unterliegen

Die Schulzeugnisse werden bald verteilt und die großen Ferien stehen bevor. Mit dem abgeschlossenen Schuljahr endet für viele Jugendliche auch die Schulzeit. Viele Schulabgänger beginnen aber wenige Wochen später eine Berufsausbildung. Wer nicht gerade verreist, sucht sich einen gut bezahlten Ferienjob.

 

In den Sommermonaten stellen viele Arbeitgeber junge motivierte Leute ein. Während der sommerlichen Urlaubszeit helfen Schulabgänger so manchem Engpass im Betrieb zu überbrücken. Oftmals werden die jungen Mitarbeiter weniger als 4 Wochen im Betrieb beschäftigt. Personalstellen beurteilen diese Beschäftigungen dann oft als kurzfristige Beschäftigung. Die dabei maßgeblichen Zeitgrenzen von 2 Monaten oder 50 Arbeitstagen werden oftmals nicht erreicht. Doch gerade in der Annahme, dass die Beschäftigung sozialversicherungsfrei bleibt, liegt das Risiko.

 

Was häufig vergessen wird: Schulabgänger, die während der Zeit zwischen dem letzten Schultag und dem Beginn ihrer Berufsausbildung jobben, gelten ausnahmslos als berufsmäßig beschäftigt. Kurzfristige Beschäftigungen sind in diesen Fällen selbst bei Einhaltung der üblichen Zeitgrenzen ausgeschlossen. Liegt das Entgelt über 400 € kommt es automatisch zur Sozialversicherungspflicht.

 

Allerdings kann auch bei Ferienjobbern die übliche Minijob-Regelung angewendet werden. Somit fallen bei einem regelmäßigen monatlichen Arbeitsentgelt von weniger als 400 € keine Sozialversicherungsbeiträge für den Beschäftigten an.


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